Die Human Rights Talks verstehen sich als Plattform für den gesellschaftlichen Diskurs zu aktuellen Themen mit menschenrechtlicher Relevanz. Die Veranstaltungen präsentieren der interessierten Öffentlichkeit hochkarätige Vortragende und analysieren menschenrechtliche Herausforderungen sowie gesellschaftspolitische Strömungen differenziert und mit fachlicher Expertise, zugleich aber auf zugängliche Weise und mit Praxisbezug. Wichtiger Bestandteil des Formats ist neben inhaltlichen Beiträgen die interaktive Publikumsdiskussion.
Seit 2021 ist die Liga Kooperationspartnerin und Mitglied im Beirat der Human Rights Talks.
Das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte, die Österreichische Liga für Menschenrechte, Amnesty International Österreich und die Universität Wien laden mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Wien zu den Diskussionsveranstaltungen ein.
Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 dürfen Schülerinnen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr an Österreichs Schulen kein islamisches Kopftuch mehr tragen. Schulen sind damit gefordert, das neue Verbot umzusetzen – zunächst durch Gespräche mit den betroffenen Schülerinnen und ihren Erziehungsberechtigten. Bei wiederholten Verstößen sind auch Verwaltungsstrafen vorgesehen. Die Bundesregierung versteht die Regelung als Teil eines Schutz- und Integrationskonzepts, das Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Chancengleichheit fördern sowie Mädchen vor familiärem oder sozialem Druck schützen soll. Kritiker:innen sehen darin hingegen einen Eingriff in Religionsfreiheit und Gleichbehandlung und warnen vor der Stigmatisierung muslimischer Mädchen sowie der weiteren Normalisierung von antimuslimischen Vorurteilen und Islamfeindlichkeit. Erste Individualanträge auf Aufhebung des Verbots wurden vom Verfassungsgerichtshof aus Formalgründen zurückgewiesen. Inzwischen liegt eine neue Beschwerde gegen das Gesetz vor.
Kann das Verbot die Selbstbestimmung von Mädchen etwa gegenüber Mitschüler:innen und Eltern stärken oder führt es zu neuen Formen von Ausgrenzung? Welche Erfahrungen machen muslimische Mädchen, ihre Familien und Schulen mit der neuen Regelung? Wie lassen sich Schutzinteressen, Religionsfreiheit, Gleichbehandlung und Kinderrechte miteinander in Einklang bringen? Ein vielfältig besetztes Panel diskutiert die gesellschaftlichen, menschenrechtlichen und verfassungsrechtlichen Dimensionen des Kopftuchverbots sowie seine Auswirkungen auf Schule, Teilhabe und das Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft.
Begrüßung
Angelika WATZL, Generalsekretärin, Österreichische Liga für Menschenrechte
Moderatorin
Amira AWAD, Selbstständige Moderatorin und Trainerin
Podiumsdiskussion
Publikumsdiskussion
Empfang
Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund des limitierten Platzangebotes bitten wir bis Dienstag, 06. Oktober 2026 unter https://eveeno.com/175801774 um Anmeldung. Unsere Veranstaltungsräumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
„Zukunft der Gleichberechtigung: Genderrollen im digitalen Spannungsfeld“
am 23. Juni 2026 in der Diplomatischen Akademie Wien
Es diskutierten:
Moderation: Kathrin POLLAK, ORF
Eine Zusammenfassung finden Sie hier.
„Menschenrechte unter Druck: die Menschenrechtssprecher:innen der Parteien im Gespräch“
am 17.9.2024 in der Roten Bar des Volkstheaters
Es diskutierten:
Moderation: Barbara Helige, Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte
Eine Zusammenfassung finden Sie hier.
„Reproduktive Rechte von Frauen und das Menschenrecht auf Leben – ein Widerspruch?“
am 18.4.2024 in der Diplomatischen Akademie Wien.
Es diskutierten:
Moderation: Eva Stanzl, Wissenschaftsredakteurin bei der Wiener Zeitung sowie Vorsitzende des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen Österreichs
Eine Zusammenfassung finden Sie hier.
„Klimaschutz & Generationengerechtigkeit – wer ist verantwortlich?“
am 5.12.2023 in der Roten Bar im Volkstheater
Es diskutierten:
Moderation: Sebastian Öhner, Vorstandsmitglied, Österreichische Liga für Menschenrechte
Eine Zusammenfassung der Inhalte finden Sie hier .