Die Human Rights Talks verstehen sich als Plattform für den gesellschaftlichen Diskurs zu aktuellen Themen mit menschenrechtlicher Relevanz. Die Veranstaltungen präsentieren der interessierten Öffentlichkeit hochkarätige Vortragende und analysieren menschenrechtliche Herausforderungen sowie gesellschaftspolitische Strömungen differenziert und mit fachlicher Expertise, zugleich aber auf zugängliche Weise und mit Praxisbezug. Wichtiger Bestandteil des Formats ist neben inhaltlichen Beiträgen die interaktive Publikumsdiskussion.
Seit 2021 ist die Liga Kooperationspartnerin und Mitglied im Beirat der Human Rights Talks.
Das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte, die Österreichische Liga für Menschenrechte, Amnesty International Österreich und die Universität Wien laden mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Wien zu den Diskussionsveranstaltungen ein.
Fragen der Gleichberechtigung werden zunehmend online verhandelt. Algorithmen verstärken extreme Positionen, Influencer:innen prägen Identitätsbilder, Echokammern lassen Konflikte eskalieren. In diesem Umfeld geraten Grundsätze der Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung zunehmend unter Druck. Besonders sichtbar wird dies in sich wandelnden Vorstellungen von Genderrollen: Verunsicherung und fehlende Orientierung erzeugen Spannungen, die sich online wie offline in Form von Anfeindungen, Radikalisierung und Gewalt entladen. Phänomene wie die Manosphere oder Tradwives gewinnen dabei an Reichweite. Zugleich sind Frauen* und queere Personen überproportional von digitaler Gewalt wie Cyberbullying, sexualisierten Deepfakes oder Revenge Porn betroffen, während sich bestehende Schutzmechanismen häufig als unzureichend erweisen.
Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Zukunft der Gleichberechtigung? Welche Verantwortung tragen Staat, Medienplattformen und Bildungssystem im Umgang mit digitaler Polarisierung und Gewalt? Kann ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre hier wirksam gegensteuern? Welche rechtlichen und gesellschaftlichen Antworten braucht es, um Teilhabe und Nichtdiskriminierung nachhaltig zu sichern? Ein hochkarätiges Panel diskutiert zentrale Herausforderungen und Perspektiven für Gleichberechtigung in einer digital geprägten und zunehmend polarisierten Gesellschaft.
Begrüßungen
Podiumsdiskussion
Publikumsdiskussion
Moderation
Im Anschluss: Empfang
Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund des limitierten Platzangebotes bitten wir bis Montag, 22. Juni 2026 unter https://eveeno.com/127130152 um Anmeldung. Unsere Veranstaltungsräumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
„Menschenrechte unter Druck: die Menschenrechtssprecher:innen der Parteien im Gespräch“
am 17.9.2024 in der Roten Bar des Volkstheaters
Es diskutierten:
Moderation: Barbara Helige, Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte
Eine Zusammenfassung finden Sie hier.
„Reproduktive Rechte von Frauen und das Menschenrecht auf Leben – ein Widerspruch?“
am 18.4.2024 in der Diplomatischen Akademie Wien.
Es diskutierten:
Moderation: Eva Stanzl, Wissenschaftsredakteurin bei der Wiener Zeitung sowie Vorsitzende des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen Österreichs
Eine Zusammenfassung finden Sie hier.
„Klimaschutz & Generationengerechtigkeit – wer ist verantwortlich?“
am 5.12.2023 in der Roten Bar im Volkstheater
Es diskutierten:
Moderation: Sebastian Öhner, Vorstandsmitglied, Österreichische Liga für Menschenrechte
Eine Zusammenfassung der Inhalte finden Sie hier .