Menschen­rechts­preis

der Österreichischen Liga für Menschenrechte

Mit dem Menschenrechtspreis möchste die Liga  Personen und Initiativen, die sich besonders für die Durchsetzung und Einhaltung der Menschenrechte einsetzen, eine Plattform für ihre Anliegen bieten und sie einem breiteren Publikum näher bringen                                            

Die Vergabe des Preises soll Menschenrechtsverletzungen thematisieren und dazu beitragen, die Menschenrechte als Querschnittsthematik in der Gesellschaft zu verankern.

Menschen­rechts­preise 2021

Bereits zum 12. Mal verleiht die Österreichische Liga für Menschenrechte den Menschenrechtspreis – dieses Jahr an zwei Preisträger:innen:

 

Die Rechtsanwältin Michaela Krömer, die die Klimaklage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingebracht hat, wird für ihr Engagement im Bereich Klimaschutz & Menschenrechte ausgezeichnet. Insbesondere ihr Ansatz, Klimaschutz als Menschenrecht zu verstehen und dies auch im Rahmen der bestehenden Rechte einzufordern, eröffnet eine neue Perspektive auf dieses Thema, die zukunftsweisend sein wird. Es ist ermutigend zu sehen, dass es junge, engagierte und motivierte Menschen wie Michaela Krömer gibt, die unsere grundlegendsten Rechte vertreten, um gegen die großen Probleme unserer Zeit zu kämpfen.

 

Video zur Preisverleihung 2021

Mag.a Michaela Krömer, LL.M, Trägerin des Menschenrechtspreises 2021

Den Preis für sein Lebenswerk erhält der Menschenrechtsaktivist und ehemalige Vorstandvorsitzende von SOS-Menschenrechte, Gunther Trübswasser. Im Kampf gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung setzte er sich unermüdlich in der Selbstbestimmt Leben Bewegung ein. Gunther Trübswasser ist ein wichtiger Repräsentant der Gesellschaft, den sein Lebenslauf schon früh geprägt hat. Seine Stimme im Kampf für Integration, Bildung, das Recht auf Asyl und soziale Rechte ist unverzichtbar und unüberhörbar.

Gunther Trübswasser, Träger des Menschenrechtspreises für das Lebenswerk 2021

Menschen­rechts­preis 2020

Die Österreichische Liga für Menschenrechte freut sich, den Menschenrechtspreis 2020 an Maria Rösslhumer zu vergeben. Die Politikwissenschaftlerin und langjährige Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) wird für ihre besonderen Verdienste zum Schutz der Menschenrechte und ihr außerordentliches Engagement für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder ausgezeichnet.

 

Maria Rösslhumer ist Leiterin der Frauenhelpline gegen Gewalt (0800/222 555) und war von 1999 bis 2017 Geschäftsführerin des Vereins WAVE (Women Against Violence Europe) des Europäischen Netzwerks gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Sie ist Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauenrings und Mitgründerin des Vereins OBRA (ONE BILLION RISING AUSTRIA) und seit neuestem auch Vorstandsfrau bei MAMANET. Sie ist Gesamtkoordinatorin des Nachbarschaftsprojekts „StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“ in Österreich und auch Vorstandsmitglied des dazugehörigen internationalen Vereins. Die Gender- und Gewaltexpertin arbeitet zudem als Trainerin und Vortragende.

„Maria Rösslhumer zu kennen, gibt Mut und erleichtert es, sich den Themen Gewalt an Frauen und Kindern, häusliche Gewalt und Flucht ins Frauenhaus zu stellen und sich damit auseinanderzusetzen. Marias jahrzehntelanger Einsatz und ihr Lobbying haben dazu geführt, dass sich viele Menschen mit dieser Thematik auseinandersetzen, weil sie es nie gescheut hat, die drastischen Probleme klar zu benennen. Keine Umschreibungen, keine Camouflagen, ihre Worte sind immer präzise und deutlich, wie die Auswirkungen bei jenen, die von Gewalt betroffen sind. Jedes Land braucht starke, furchtlose Frauen. Österreich hat mit Maria Rösslhumer eine solche“, so die Vizepräsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte, Terezija Stoisits, zur Entscheidung der Jury.

Maria Rösslhumer nahm den Menschenrechtspreis im kleinsten Rahmen in ihren Büroräumlichkeiten entgegen: „Heute noch könnte ich mich jeden Tag bedanken, dass ich hier arbeiten darf, dass ich diesen Job habe, dass ich ein tolles Team habe, viele engagierte Mitarbeiterinnen habe, aber auch Männer, die unsere Arbeit unterstützen. Ich freue mich auch, dass es politisch Verantwortliche gibt, die unsere Arbeit mittragen. Ich möchte mich für die Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz, mit allen Opferschutzeinrichtungen und auch den Medien bedanken, die gemeinsam wichtige Pfeiler unseres Einsatzes gegen Gewalt sind. Auch wenn die tägliche Auseinandersetzung mit Gewalt an Frauen und Kinder eine große Herausforderung darstellt, so freue ich mich dennoch über diese Arbeit, weil sie sinnvoll ist und weil ich und meine Teams täglich helfen und wir etwas bewirken können.“

Maria Rösslhumer, Trägerin des Menschenrechtspreises 2020

Preisträger*innen der Vorjahre

2019 Alexander Pollak / Werner Vogt (Lebenswerk)

2018 Claus-Peter Reisch

2017 Osman Isçi, Human Rights Association und Menschenrechtsorganisation in der Mittelmeerregion, EuroMed Rights

2016 Richard und Linde Wadani

2015 Train of Hope

2014 BettelLobbys

2013 Verein Hemayat

2012 Die Journalistin Amani el Tunsi

2011 Michael Genner, Asyl in Not

2010 Margarita Ilieva, Bulgarian Helsinki Committee und Deserteurs- und Flüchtlingsberatung

 
 
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